Energiehandel? Wie funktioniert das eigentlich?

Wie kommen eigentlich unsere Strompreise zustande? Dass fragen sich wohl viele Menschen immer wieder, wenn sie ihre Stromrechnung sehen. Dahinter steckt ein komplexes Gerüst, das am Ende den Preis ergibt. Diesen kompletten Bereich nennt man Energiehandel. Wie Energiehandel funktioniert erklärt Ihnen energie-makler24.eu.

Was genau ist Energiehandel?

Von dem sogenannten Energiehandel spricht man, wenn unterschiedliche Arten von Energien gehandelt werden. Gehandelt werden Sie auf dem Energiemarkt. Dabei schwankt der Handelswert stark und richtet sich einerseits nach dem vorhandenen Angebot und der vorhandenen Nachfrage sowie nach den Eigenschaften des gehandelten Stoffes.

Welche Energien können gehandelt werden?

Das Spektrum an Energien ist breit. Sehr breit. Dementsprechend ist das Gebiet des Energiehandels sehr breit. Manche Energiequellen sind beliebter als andere und auch die Preise bewegen sich in unterschiedlichen Bereichen.

Die wohl am meisten gehandelte Energie ist Strom. Als unsichtbare Ware wird sie an der European Energy Exchange in Leipzig gehandelt. Dabei handelt es sich um eine eigene Strombörse, an der im Stundentakt die Preise neu entschieden werden.

Aber auch Energiequellen können gehandelt werden. Dazu zählen beispielsweise Holz und Braunkohle. Gehandelt wird auch Steinkohle. Sie wird global durch Staaten und einzelne Unternehmen gehandelt.

Auch Erdöl und Erdgas sind beliebte Objekte im Energiehandel. Erdöl wird beispielsweise auf dem Rohölmarkt gehandelt. Hier gibt es jedoch ein Teilmonopol, denn nur wenige Nationen sind in der Lage Öl anzubieten, da sie einfach keine Öl-Vorkommen haben. Außerdem ist die Nachfrage nach Öl in den letzten Jahren stark gestiegen, genug Öl wurde aber nicht produziert. Auch das hat einen Einfluss auf den Preis im Energiehandel, denn so steigen die Preise, auch wenn die Förderkosten weit unter den an der Börse erhandelten Preisen liegen.

Erdgas hingegen ist der größte Konkurrent des Erdöls. Die größten Abnehmer sind Kraftwerke, welche Strom erzeugen sowie Industrie und Haushalte für Heizzwecke. Aber auch das Erdgas unterliegt im Energiehandel einer Monopolstruktur. In weniger als 15 Ländern wird Erdgas gefördert und auch nur diese Länder handeln mit dieser Energiequelle. Hinzu kommt, dass die Preisentwicklung der des Erdöls folgt.

Wie läuft der Energiehandel ab?

Doch wie genau kommen die Preise nun zustande? Wie bereits erwähnt werden die Preise an einer Börse erhandelt. Den Ablauf erklären wir Ihnen am Beispiel von Strom.

Im ersten Schritt teilt der Stromproduzent an der Strombörse mit, dass er bereit ist eine Strommenge X zu liefern. Der Haken: Er möchte die angegebene Menge nur gegen einen Mindestpreis abgeben.

Auf dieses Angebot trifft im Energiehandel der Nachfrager. Er möchte eine gewisse Strommenge erwerben und nennt an der Strombörse seine Wunschmenge und den Preis, den er dafür zahlen möchte. Dieser Ablauf wiederholt sich jede Stunde aufs Neue. Jedoch gibt es so ja noch keinen Preis. Hier kommen Computer ins Spiel. Sie sammeln die vorliegenden Angebote und Nachfragen und ermitteln einen Preis. Dabei handelt es sich natürlich nicht um den höchsten oder den niedrigsten Preis, sondern um einen Mittelweg. Genauer ermittelt der Computer den Preis, bei dem sich die meisten Stromanbieter und Nachfrager einig werden können und setzt diesen fest.

Mit Preisschwankungen muss im Energiehandel auch gerechnet werden. Sie kommen Zustande, wenn Stromproduzenten zu viel Strom an den Markt bringen. In vielen Fällen können sie dies aber auch nicht verhindern. Beispielsweise an sehr windigen oder sehr sonnigen Tagen.

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...